Reisetermin:
2. – 11. April 2018
Ihre Ferienbegleitung:
Marco Boldini
Reiseart:
Rund- und Erlebnisreisen

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Polens Osten

Liebe Seeländer Kolleginnen und Kollegen, liebe Zugewandte

Ich bin auf das Reiseunternehmen Kultour Ferienreisen in Winterthur zugegangen, insbesondere wegen meines langgehegten Wunsches, mit Euch den Osten Polens bis an die Grenze zu Belorussland (Weissrussland) zu bereisen. Kultour hat mir das Angebot gemacht, das ich suchte.

Unsere Ost-Polen-Reise, worauf gehen wir zu?

Der Zeitpunkt der Polenreise ist wirklich ein früher. Ihn hat ein Reisehöhepunkt, der Besuch des orthodoxen Osternachtgottesdienstes (7./8. April 2018), mitbestimmt. Die Orthodoxen haben kirchlich ihren eigenen, julianischen Kalender, weshalb ihre Ostern nach der unsrigen (1. April 2018) gefeiert wird. Die Zentren der polnischen orthodoxen Kirche liegen im Osten des Landes.

Kein anderer Staat in Europa verschwand während der letzten ca. 200 Jahren so oft von der europäischen Landkarte, um später an einem anderen Ort wiederaufzutauchen. Vor etwa 200 Jahren hörte der polnische Staat das erste Mal auf zu existieren. Polen wurde von da an zu so etwas wie einer Torte, von der Grossmächte sich ungestraft ein Stück abschneiden konnten. Wir werden einem EU-Land (ohne Euro, Landeswährung: Zloty) mit 40-jähriger kommunistischer Vergangenheit begegnen. Wir werden ein Land besuchen, welches im 2. Weltkrieg ungeheure Zerstörungen erlitten und dessen Bevölkerung grauenvoll gelitten hat. 25% der Polen verloren damals ihr Leben.

Wir werden einer der schwierigsten Sprachen der Welt begegnen. Schon nur mit einer Frage nach der richtigen Strasse stösst man auf linguistisch unwegsames Gelände. Wir werden einem Land begegnen, in welchem die Religion eine ganz andere Rolle spielt als bei uns.

Im äussersten Osten, abseits aller Touristenpfade, befindet sich der einzige zusammenhängende Primärwald, der sich in europäischem Tiefland erhalten hat. Er wird von der polnisch-weissrussischen Grenze durchschnitten. Kern des Nationalparks ist ein umzäuntes Schutzgebiet. Der Park ist wegen seiner Wisente berühmt.

Ich freue mich auf diese Reise!

Euer neugieriger Begleiter
Marco Boldini

1. Tag: Montag | 2. April 2018
ANREISE NACH KRAKAU | POLEN

Treffen der ReiseteilnehmerInnen. Gemeinsames Check-in am Flughafen Zürich. Bequemer Direktflug mit der SWISS von Zürich nach Krakau. Nach der Ankunft Empfang und Transfer zu unserem Hotel, das nahe der Innenstadt gelegen ist. Hier werden wir 4 Nächte logieren. Ein Stück weit haben wir noch Zeit, uns in der grossartigen Altstadt mit dem mittelalterlichen Marktplatz, den Tuchhallen und der Marienbasilika umzusehen. Diese Altstadt gehört zum UNESCO-Welterbe.
Abendessen und Übernachtung im Hotel Holiday Inn City Center in Krakau.

2. Tag: Dienstag | 3. April 2018
KRAKAU

Auf dem Schlossberg Wawel begegnen wir einer der grossartigsten Königsresidenzen Europas. Über 500 Jahre lang (ca. 1050 bis 1596) war Krakau die Hauptstadt Polens. Teil dieser Residenz ist die Kathedrale, die der ehemalige Erzbischof von Krakau und spätere Papst Johannes Paul II. als das «Heiligtum der Nation» bezeichnete, weil da die ganze Geschichte Polens präsent sei. Zurück in der Altstadt sehen wir mit dem Collegium Maius das älteste Gebäude der 1364 gegründeten Jagellonischen Universität, die nach Prag (1348) die zweitälteste Universität in diesem Teil Europas ist. (Zum Vergleich: Basel als die älteste Universität der Schweiz wurde 1460 gegründet.) Schliesslich  besuchen wir zusammen noch die Marienbasilika, die erstmals 1222 erbaut und nach ihrer Zerstörung
im Tatarensturm im 14. Jh. neu gebildet wurde. Weltberühmt ist diese Kathedrale insbesondere auch wegen ihrem dreigliedrigen Hochaltar mit den vom Nürnberger Veit Stoss aus Lindenholz leicht überlebensgross geschnitzten Figuren (Ende 15. Jh.). Der Nachmittag steht zur freien Verfügung. Fakultative Fahrt mit der Strassenbahn in den spannenden Stadtteil Nowa Huta; dies ist eine in den 1950er Jahren aus dem Boden gestampfte (Stahl-)Stadt, die als proletarisches Gegengewicht zum konservativ-bürgerlichen Krakau geplant war.
Zum Nachtessen sind wir in einem jüd. Restaurant mit Klezmer Musik eingeladen. Anschliessend Rückkehr in unser Hotel.

3. Tag: Mittwoch | 4. April 2018
AUSCHWITZ-BIRKENAU

Dies ist kein Ort, den man auch noch «rasch anschauen» kann. Wir wollen uns Zeit nehmen: Am Morgen in Birkenau, das in jenem Zustand erhalten ist, in welchem es die deutschen KZ-Betreiber zurückgelassen haben, und nach dem Mittagessen im Stammlager Auschwitz mit seiner unglaublich eindrücklichen Dokumentation. Die Stadt Auschwitz ist ca. 60 km von Krakau entfernt. Nachtessen in Krakau in unserem Hotel.
Warum abends nicht ein Gespräch über das Gesehene?

4. Tag: Donnerstag | 5. April 2018
SALZBERGWERK WIELICZKA UND KAZIMIERZ

Im nahen Wieliczka können wir in der Tiefe (bis 135 m unter Tag) die Welt des «weissen Goldes» erleben. Auf einem Rundgang durch die Stollen der uralten Saline (Salzabbau seit dem 12. Jh.) sehen wir kunstvolle Schnitzereien aus Salz, hören vom mühevollen – und gefährlichen – Abbau des Minerals und atmen dabei besonders gute Luft. Auf der Rückkehr besuchen wir kurz die «Fabrik Oskar Schindler» mit einer Erläuterung zum Thema. Individuelle Verpflegung in Kazimierz. Am Nachmittag Gang durch den bis zum Krieg vorwiegend jüdisch geprägten Stadtteil Kazimierz mit seinen Synagogen und Friedhöfen. Zeit für individuelles Flanieren.
Abendessen in Krakau in einem rustikalen Restaurant mit Folklore-Programm.

5. Tag: Freitag | 6. April 2018
(Karfreitag nach orthodoxem Kalender)
REISE NACH BIAŁOWIEŻA

Heute ist ein Sitz-Tag. Für die rund 500 km haben wir den ganzen Tag zur Verfügung und können also genügend und ausgiebige Pausen einlegen. Mittagessen unterwegs. Weiterfahrt durch eindrückliche Landschaften nach Białowieża, unserem Bestimmungsort.
Nachtessen und Übernachtung im Hotel Bialowieski Conference & Spa (für 3 Nächte) in Bialowieski.

6. Tag: Samstag | 7. April 2018
BIAŁOWIEŻA-URWALD, ORTHODOXE OSTERNACHT IN HAJNÓWKA

Am Vormittag geführte Wanderung durch den Białowieża-Nationalpark, der als letzter Tiefland-Urwald Europas gilt und die Wasserscheide zwischen Ostsee und Schwarzem Meer bildet. Dieses Weltnaturerbe und Biosphärenreservat der UNESCO ist auf polnischer Seite 200 km² gross. Lunch unterwegs. Nachmittags verfolgen wir die Segnung der Osterspeisen durch die Priester (ein sehr schönes, familienbezogenes Ritual).
Osternacht: Nach dem Nachtessen im Hotel kann sich, wer will und Bedarf hat, etwas ausruhen, bevor unser Bus uns die 25 km nach Hajnówka fährt zum Osternachtgottesdienst in der dortigen wunderschönen, modernen Kirche. Beginn ca. 22.30 Uhr. Wer einen ausführlichen Schlaf vorzieht, bleibt einfach im Hotel. Der Bus wird ein- oder auch zweimal einen Shuttle machen zurück ins Hotel, da ja gewiss nicht alle bis zum Ende des mehrstündigen Gottesdienstes bleiben wollen.

7. Tag: Sonntag | 8. April 2018
GRABARKA – «BERG DER KREUZE» UND IKONENSCHREIBSCHULE IN BIELSK PODLASKI

Ein spätes Frühstück! Wir lassen den Tag nach der Osternacht geruhsam angehen. Fahrt nach Grabarka, dem wichtigsten und sehr imposanten Pilgerort der polnischen Orthodoxen. Nach dem Mittagessen in Bielsk Podlaski besuchen wir die dortige Ikonenschreibschule, die einzige in Polen. Ikonen werden ja nach orthodoxem Verständnis nicht gemalt, sondern eben geschrieben.
Abendessen und Übernachtung im Hotel.

8. Tag: Montag | 9. April 2018
FAHRT ÜBER BIAŁYSTOK NACH WARSCHAU

Am Morgen Abfahrt in das Tatarendorf Kruszyniany, wo wir die Holzmoschee und den alten, tatarischen Friedhof besichti gen. Weiterfahrt nach Białystok (200 km). Per Busrundfahrt sehen wir uns kurz um in Białystok und besuchen die grossartige, moderne orthodoxe «Kirche des Hl. Geistes». Anschliessend besuchen wir das Städtchen Tykocin (das früher jüdisch geprägt war) mit seiner imposanten Synagoge und der angegliederten Jeschiwa (Talmud-Hochschule). Nach einem Imbiss in Tykocin fahren wir weiter nach Warschau. Hier beziehen wir für die letzten 2 Nächte unser Hotel Radisson Blu Sobieski. Abendessen im Hotel. Danach sind wir zu einem Klavier-Rezital in einem Palais im wunderschönen Łazienki-Park eingeladen: Musik von Chopin, der in Warschau aufgewachsen ist. Dieses Konzert ist quasi privat und wird nur für unsere Gruppe gegeben – mit einem Glas Champagner in der Pause.

9. Tag: Dienstag | 10. April 2018
WARSCHAU

Stadtrundfahrt in Warschau. Wir sehen den Bauboom in einer komplett wieder aufgebauten Stadt, die am Ende des Kriegs an Hiroshima nach der Atombombe erinnerte. General Eisenhower meinte nach einem Rundflug über Warschau, er habe noch nie einen so tragischen Anblick wie den dieser zerstörten Stadt erlebt. Der Bus entlässt uns in der Altstadt beim Rathausplatz, wo sich jeder nach eigenem Gusto verpflegen kann. Freie Zeit zum Flanieren, Lädele und Sich-Umsehen. Dabei wird man kaum glauben, dass diese Altstadt nicht Jahrhunderte, sondern nur ein paar Jahrzehnte alt ist. Sie wurde nämlich nach 1945 gemäss Plänen der alten Baumeister originalgetreu wieder aufgebaut. Am Nachmittag besuchen wir das Königsschloss aus dem 14. Jh., das nach dem Krieg wieder aufgebaut und 1984 neu eröffnet wurde. Abendessen im Hotel.

10. Tag: Mittwoch | 11. April 2018
WARSCHAU

Am Morgen besuchen wir jene Strassenzüge, die im Krieg das sogenannte «Warschauer Ghetto» bildeten: Die Reste der Ghettomauer sind gut versteckt noch heute ein Zeichen dieser Schauertat. Wir sehen jenes Denkmal, das durch Willy Brandts Kniefall weltbekannt wurde; den Umschlagplatz, von wo aus die Züge ohne Wiederkehr nach Treblinka fuhren, u.a.m. Anschliessend bietet sich ein Besuch des Kulturpalasts an. Dieses monumentale Gebäude, ein Geschenk Stalins im Zuckerbaustil, ermöglicht zuoberst auf der Aussichtsterrasse einen hervorragenden Blick auf die Stadt. Individuelle Verpflegung in der Innenstadt. Am Nachmittag zieht es einige Interessierte allenfalls ins relativ neu eröffnete «Museum zur Geschichte der polnischen Juden». Wer möchte, kann sich auch frei nehmen und die letzten Stunden in Warschau zum Flanieren und Lädele nutzen. Am Nachmittag Transfer zum Flughafen. Rückflug mit der SWISS direkt nach Zürich.

Programm- und Flugzeitenänderungen bleiben vorbehalten

Unsere Unterkünfte während der Polenreise

Sämtliche Übernachtungen in sehr guten Mittelklassehotels (off. 4-Sterne-Hotels)

Preise

Preis pro Person ab 30 Teilnehmenden CHF 2'555.-

Inbegriffen

Die Leistungen entnehmen Sie bitte dem Detailprospekt.
PDF | Polenreise | Boldini

Zuschläge

Zuschlag Einzelzimmer CHF 555.-
Zuschlag bei 20 - 24 Teilnehmenden CHF   55.-

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Datum Dauer Preis p.P. ab
02.04.2018 9 Nächte CHF 2555.00
 
Polen
Die malerische Schönheit Polens

Manch einer unterschätzt die Schöhnheit Polens - bietet dieses Land doch grossartige Ski- und Wandergebiete, schroffe Landschaften, Wildnis des Bialowieza-Nationalparks sowie prächtige historische Städte Warschau, Gdansk (Danzig) und Krakau. Zu den wundervollsten und beliebtesten Reisegebieten zählen die Karpaten im Süden des Landes.
Eines ist klar: Für alle Reiseliebhaber hat Polen eine Menge zu bieten.

Klima

Währung

  •     Die Landeswährung in Polen ist der Zloty
  •     10 Zl entsprichen ungefähr 2.48 CHF
  •     alle gängigen Kreditkarten sind akzeptiert

Einreisebestimmungen

Für die Einreise brauchen Sie als Schweizer Bürger einen gültigen Reisepass oder eine Identitätskarte. Ansonsten bestehen keine weiteren Einreisebestimmungen.

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